50 Jahre deutsch-marokkanisches Anwerbe-Abkommen Festakt bei der GIZ in Berlin

Marokkanische Migranten engagiert in Deutschland

Gestern fand in Berlin ein Festakt anläßlich des 50. Jahrestag Marokkanischer Migration in Deutschland statt.
Der Minister für die im Ausland lebenden Marokkaner Herr M. Abdellatif Mâzouz war aus Rabat angereist und eröffnete die Veranstaltung mit einer Eröffnungs-Rede in der er betonte „Marokkaner in Deutschland sind Brückenbauer zwischen den Kulturen. Sie gestalten die deutsche Gesellschaft mit und fördern ebenso Entwicklung in
ihrem Herkunftsland.“ Zum   Festakt, hatte das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) mit einem Verein eingeladen. Das Klischee des schlecht integrierten, nicht engagierten Migranten stimmt
keineswegs: bereits vor 50 Jahren, am 21. Mai 1963 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und das Königreich Marokko das erste  Anwerbeabkommen und reagierten damit auf den Fachkräftemangel in Deutschland und eine Migrationsbewegung, die schon längst eingesetzt hatte. Zugleich war es der Startschuss für einen engen
Austausch zwischen beiden Ländern.
Inzwischen leben ca.  130.000 Marokkaner in der Bundesrepublik Deutschland. Die größte Marokkanische Community haben Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die im Ausland lebenden Marokkaner  engagieren sich für Deutschland und ihr Herkunftsland und stoßen wichtige Prozesse an. Ein Grund dafür, warum sich auch die Debatte um Migration und Entwicklung gewandelt hat. „Wir schauen verstärkt auf das Potential der Migranten: sie sind wichtige strategische Partner und Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“, betonte Cornelia Richter, im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH verantwortlich für CIM.
(Quelle: www.auswaertiges-amt.deSeite 2)
Seit 2007 fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zunehmend das Potential von Migranten. Durch Beratung, Qualifizierung und Vernetzungsangebote, finanzielle oder personelle Beiträge werden Projekte von
Diasporaorganisationen in ihren Herkunftsländern gefördert.
Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) ist das Kompetenzzentrum für weltweite Arbeitsmobilität in der internationalen Zusammenarbeit der deutschen Bundesregierung.
Das CIM fördert das Potenzial globaler Migration für nachhaltige Entwicklung. Als Arbeitsgemeinschaft der
Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Zentralen Auslands- und Fach-vermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (BA) vereint CIM seit über 30 Jahren entwicklungs- und arbeitsmarktpolitische Expertise.

 Seine Majestät König Mohammed VI hat für die Veranstaltung eine Schirmherrschaft übernommen.

 

Marjam Anja Siracusa
Contessa di Villalta
Chef-Redakteurin
Marokko-News 


Weitere Informationen unter: www.cimonline.de

Quelle:Pressemeldung Cime

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