Regierungskrise im Königreich

Istiqlal (PI) zieht sich aus der Regierung zurück

Nach erhitzten Debatten haben die Delegierten der Unabhängigkeitspartei Istiqlal nun jedoch  mit überwältigender Mehrheit entschieden, die Koalitionsregierung unter Premierminister Abdelilah Benkirane  zu verlassen.  Doch bis jetzt ist alles beim Alten, die Minister sind vorerst weiter im Amt.Der Hauptvorwurf dem amtierenden Regierungschef Benkirane gegenüber der im November 2011 mit seiner Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung die Parlamentswahlen gewonnen hatte gegenüber: er sei «blind gegenüber der schwerwiegenden wirtschaftlichen und sozialen Krise», die im Land herrsche.
Was sich bereits während des Auslandsaufenthalts Seiner Majestät entwickelte, und zunächst durch ein Telefonat zwischen seiner Majestät König Mohammed VI und dem Chef der Unabhängigkeitspartei Istiqlal verhindert werden konnte ist nunmehr unumgänglich. Es wurde damals in  einem Communiqué mitgeteilt, "man teile die Sorge Seiner Majestät König Mohammed VI über die Stabilität des Landes und warte mit der definitiven Entscheidung in der Sache, bis der König aus dem Ausland zurückgekehrt sei."
Der Austritt der zweitstärksten Partei des Landes, die im Parlament 60 Abgeordnetensitze belegt und mehrere Minister stellt, wird für die gegenwärtige Koalitionsregierung mit großer Wahrscheinlichkeit das Ende bedeuten.
Regierungschef Benikrane wird  es kaum gelingen, neue, vertrauenswürdige Koalitionspartner zu finden.
Wierum wird die Vermittlung seiner Majestät König Mohammed VI nötig sein, um die Regierungskrise zu beenden.
Marjam Anja Siracusa
Contessa di Villalta
Chefredakteurin 
Marokko-News

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