Illegaler algerischer Journalist bei Protesten in Nador festgenommen

In der Stadt Nadour beschlagnahmten Sicherheitskräfte die Ausrüstung eines algerischen Bürgers, als er gerade Szenen der Protestaktivitäten, die in der Stadt am Sonntagabend stattfanden, einfing und Videos davon machte. Sie zogen auch eine spezielle Kamera ein, die Reihen von Aufnahmen von „verbotenen Gebieten“ wie Regierungsgebäuden enthielt.

Der algerische Bürger behauptete, dass er als Korrespondent für eine algerische Zeitung, genannt Al Watan News, arbeite und dass die Verfolgung der Veranstaltungen, die in den nördlichen Regionen Marokkos stattfinden, seiner journalistischen Tätigkeit geschuldet sei.

Aber der Mann war nicht in der Lage, irgendeine Lizenz oder Erlaubnis des marokkanischen Ministeriums für Kommunikation vorzulegen, die seine Tätigkeit gerechtfertigt hätte.

Spezialkräfte der Polizei erklärten nach einigen Stunden Verhör nach Anweisung der örtlichen Gerichtsbarkeit, dass der Verdächtige möglicherweise in Verbindung zu einigen Ereignissen in der Region stände. Er hatte illegal in einer Wohnung gewohnt, die dem Organisator der Proteste gehört. Wie dem auch sei, wir sprechen hier von zwei unterschiedlichen Vergehen nach der marokkanischen Rechtsordnung 1956, der Einwanderung und/oder der Spionage zum Vorteil anderer Systeme.

Die Erklärung, die vom Hauptquartier der marokkanischen Polizei in Rabat abgegeben wurde und die die Federal Press Zone N.A. in Kopie erhielt, zeigt auch, dass die verdächtige algerische Aktivität möglicherweise als Spionage für Systeme außerhalb von Marokko im Gespräch ist, da er keine Akkreditierung für Fotos und die Ausübung beruflicher Aktivitäten in Marokko von Algerien erhalten hatte. Und er war versteckt unter den Protestlern, die die Sicherheitskräfte angriffen, was dazu führte, dass zehn Opfer in die Notfallaufnahme des örtlichen Krankenhauses kamen.

Die Justiz hat entschieden, den Verdächtigen für weitere Untersuchungen festzuhalten, um seine Identität zu klären und für wen er arbeitet. Bis jetzt wird Marokko ihn nicht inhaftieren aus Respekt vor der internationalen Freiheit der Presse, wenn es denn auf ihn zutrifft, aber es muss rechtmäßig sein. Wahrscheinlich wird er in den nächsten Tagen ausgewiesen.
Quelle: Federal Press Zone NA
Marjam Anja Siracusa
Contessa di Villalta
Chefredakteurin
Marokko-News

 
 

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