IKEA Eröffnung Marokko abgesagt

 

Buchstäblich in letzter Sekunde  haben die Behörden des Königreich Marokkos  die Eröffnung des ersten Ikea-Einrichtungshauses im Land abgesagt. Die am Dienstag geplante Eröffnung sei auf unbestimmte Zeit verschoben  worden, weil eine "Konformitätsbescheinigung" fehle, so  die Behörden, ohne näher zu bezeichnen, was diese Bescheinigung enthalten muss. Marokkanische Medien mutmaßten indessen, das Verbot eine Reaktion auf die Absicht der schwedischen Regierung, die Befreiungsbewegung Frente Polisario anzuerkennen sei, worauf jedoch diese Medien ihre Aussage stützen, gaben sie nicht bekannt.

Ikea sollte sein erstes Einrichtungshaus in Nordafrika in Zenata, einem Vorort von Casablanca, eröffnen. Eine Sprecherin von Ikea Systems in den Niederlanden sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Nach unserem Wissen ist das Haus noch nicht fertig für die Eröffnung. Der Franchisenehmer arbeitet daran." Ikea Marokko wird nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Marokko von der Firma SYH Morocco betrieben, die der kuwaitischen Gruppe Al Homaizi angehört.

Mißverständnisse mit dem schwedischen Königreich

Das Online-Nachrichtenportal Le360 berichtete, der marokkanische Regierungschef Abdelilah Benkirane  habe am Montagabend eine Dringlichkeitssitzung einberufen. 

Ein Sprecher des schwedischen Außenministeriums in Stockholm sagte AFP lediglich, nach Informationen seines Ministeriums habe Ikea nicht die nötige behördliche Erlaubnis für die Eröffnung gehabt. 
Wie sich diese Geschichte ewnwickelt, bleibt abzuwarten, wir bleiben dran und berichten auf jeden Fall weiter.
Diplomatische Vertreter beider Länder bemühen sich um eine für alle zufriedenstellende Lösung.

Marjam Anja Siracusa
Contessa di Villalta
Chefredakteurin
Marokko-News

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